Als unser Kleiner grade mal ein paar Wochen alt war, haben mein Mann und ich oft darüber diskutiert, ob es gut ist auf jedes Schreien zu reagieren. Mein Mann gehört zu der Fraktion: Kinder muss man schreien lassen, sonst tanzen sie einem auf der Nase rum. Ich vertrat die Ansicht: Ein Baby schreit nicht aus Böswilligkeit, sondern weil es ein Bedürfnis hat.

Manchmal hatten wir zu dem Thema witzige Diskussionen und manchmal auch sehr ernste. Als Mama hatte ich das Gefühl ich müsste mich schützend vor mein Baby werfen und es verteidigen. Mein Mann ist sonst im Umgang mit unserem Sohn sehr liebevoll . Aber unser Sohn kann sich zu diesem Thema noch nicht selbst äußern.


Es wollte in meinen Kopf nicht rein, wieso man denkt, dass ein Säugling einen mit Absicht tyrannisieren sollte und da jedes meiner Argumente nicht da ankam, wo ich es haben wollte, kam mir die Idee: Ich frage meine Hebamme. Es ist schon komisch, wenn ich was sage zum Umgang mit unserem Kind bin ich oft die Übermutter. Wenn meine Hebamme genau das Gleiche sagt, ist es Fakt!


Also fragte ich sie und ihre Antwort war: Säuglinge schreien Bedürfnisorientiert, du wirst  merken, wenn das irgendwann kippt.
Das Thema war also erstmal vom Tisch
Erstmal.

Heute ist unser Zwerg fast ein Jahr alt und ja: Ich merke es! Wir machen eine Phase durch wo er weint, wenn er keinen Bock auf etwas hat. Aber es ist nicht nur ein zartes Weinen, nein es ist ein Weinen das sich anhört, als ob wir unser Kind quälen würden — nur ohne Tränen.

Bis jetzt ist jedes Mal eine Herausforderung wie ich damit umgehe und ich habe noch nicht den ultimativen Weg für mich gefunden, aber wenn es so weit ist lasse ich es euch wissen.
Bis dahin Daumen drücken!

1 Kommentar

  1. Man merkt es wirklich, wenn das kippt. Zum Glück!
    Jemand sagte mir, “Babys schreien nicht, sie rufen.” Sie haben keine andere Möglichkeit als zu schreien. Wenn man das Geschrei aber als Hilferuf sieht, kann man viel entspannter und ruhiger bleiben. Das hat mir sehr geholfen.

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